Die Bratsche (oder Viola) ist ein Streichinstrument, das, wenn auch leicht anders mensuriert, im Wesentlichen eine größere, tiefer klingende Bauform der Violine ist. Sie stellt das Alt-Instrument der Violinfamilie dar. Das Wort Bratsche leitet sich vom italienischen Viola da braccio (daher der Name Armgeige) ab, was die Spielhaltung im Gegensatz zur Viola da gamba (Bein-Viola) bezeichnet.
„Scheinbar ist die Viola nur eine größere Violine, einfach eine Quint tiefer gestimmt. Tatsächlich liegen aber Welten zwischen den beiden Instrumenten. Drei Saiten haben sie gemeinsam, die A-, D-, und G-Saite. Durch die hohe E-Saite erhält der Klang der Violine eine Leuchtkraft und metallische Durchdringlichkeit, die der Viola fehlen. Die Violine führt, die Viola bleibt im Schatten. Dafür besitzt die Viola durch die tiefe C-Saite eine eigenartige Herbheit, kompakt, etwas heiser, mit dem Nachgeschmack von Holz, Erde und Gerbsäure“, schrieb der ungarische Komponist György Ligeti im Vorwort zu seiner Sonate für Viola solo (1991–1994).
Die Physik der Bratsche ist der der Violine sehr ähnlich; Details über den Aufbau des Instruments und die Funktion der einzelnen Bestandteile können im dortigen Artikel nachgelesen werden. Auch der Bogen gleicht dem der Violine, er ist allerdings länger und 10–15 g schwerer und hat eine abgerundete Kante.
Ein Unterschied zur Geige besteht in der Größe und Stimmung der Viola, deren leere Saiten eine Quinte tiefer auf c – g – d’ – a’ gestimmt sind. Die drei höheren Saiten der Bratsche entsprechen damit in der Tonhöhe den drei unteren der Violine.
Quelle: Wikipedia
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